Belegarten und Hinweistexte
Zuletzt geändert: 25.10.2026 19:15

Belegarten und Hinweistexte #

Das Standardformular „Rechnung" druckt ab EULANDA® 2026.115 für jede Belegart den passenden Titel und einen Hinweistext mit den umsatzsteuerlichen Pflichtangaben. Der Text steht unter dem Textbaustein vor den Positionen, kursiv, und entfällt bei normalen Rechnungen.

Die mitgelieferten Texte #

BelegartText (Vorgabe)
Gutschrift ohne BezugGutschrift im Sinne des § 14 Abs. 2 Satz 2 UStG (Abrechnung durch den Leistungsempfänger). Der Empfänger dieser Gutschrift ist der leistende Unternehmer und schuldet die ausgewiesene Umsatzsteuer.
AbschlagsrechnungAbschlagsrechnung nach § 14 Abs. 5 UStG über einen Teil der vereinbarten Leistung. Die Umsatzsteuer entsteht mit der Vereinnahmung des Teilentgelts. Die Gesamtleistung wird mit der Schlussrechnung abgerechnet, in der die berechneten Abschläge abgesetzt werden.
SchlussrechnungSchlussrechnung nach § 14 Abs. 5 Satz 2 UStG. Die bereits berechneten Abschläge und die darauf entfallende Umsatzsteuer sind abgesetzt.
TeilrechnungTeilrechnung über bereits erbrachte Leistungen. Die Abrechnung der Gesamtleistung erfolgt mit der Schlussrechnung, in der diese Teilrechnung abgesetzt wird.
AnzahlungsrechnungAnzahlungsrechnung nach § 14 Abs. 5 UStG. Die Lieferung bzw. Leistung ist noch nicht erbracht; die Umsatzsteuer entsteht mit dem Zahlungseingang. Die Anzahlung wird in der Endrechnung angerechnet.
Storno-Rechnung, Gutschrift oder Korrektur-Rechnung mit BezugStorno-Rechnung (Rechnungskorrektur) zur Rechnung Nr. … vom …. Die ursprüngliche Rechnung ist damit aufgehoben.

Eine Korrektur-Rechnung ohne Bezug und eine normale Rechnung drucken keinen Hinweistext.

Gutschrift oder Rechnungskorrektur? #

Mit dem Bezug auf die Ursprungsrechnung unterscheidet EULANDA® zwei Belege, die bisher beide „Gutschrift" hießen:

  • Mit Bezug (Direktgutschrift): Sie korrigieren eine eigene Rechnung. Umsatzsteuerlich ist das eine Rechnungskorrektur, der Beleg druckt den Storno-Text mit Nummer und Datum der Ursprungsrechnung.
  • Ohne Bezug (Gutschriftstyp „Gutschrift", zum Beispiel Kopie des Auftrags mit umgedrehten Mengen): Das ist eine Gutschrift im Gutschriftverfahren nach § 14 Abs. 2 Satz 2 UStG, mit der der Leistungsempfänger abrechnet, etwa eine Provisionsgutschrift an einen Händler oder Vertreter. Der Empfänger schuldet die Umsatzsteuer; Pflichtangaben sind das Wort „Gutschrift" und die Steuernummer oder USt-IdNr. des Empfängers. Vereinbaren Sie das Gutschriftverfahren vorher mit dem Empfänger.

Umsatzsteuerlich gibt es damit nur drei Belege, die etwas gutschreiben: den Storno einer eigenen Rechnung, die Korrektur einer eigenen Rechnung (Teilbetrag, Retoure, Minderung, immer mit Angabe der korrigierten Rechnung) und die Gutschrift im Gutschriftverfahren. Eine „Gutschrift" ohne Bezug, die keine Abrechnung für den Empfänger ist, gibt es nicht.

Wichtig

Die Aktion „alle Mengen umdrehen (invertieren)" am Auftrag erzeugt genau so eine Gutschrift ohne Bezug, also eine Abrechnung anstelle des Empfängers. Sie ist nur für das Gutschriftverfahren gedacht. Für Retouren und Preisnachlässe zu einer eigenen Rechnung nehmen Sie die Direktgutschrift mit Bezug. Bis die Teilkorrektur mit Bezug zur Verfügung steht, kennzeichnen Sie einen von Hand erfassten Korrekturbeleg im Auftrag über „Gutschriftstyp ändern" als Korrektur-Rechnung und nennen die korrigierte Rechnung im Text.

Eigene Texte #

Die Texte liegen in der SQL-Registry. Die Vorgaben stehen im Schlüssel

\MODULES\Grundwerte\Projekt\Hinweistexte\Default

als Werte Typ1 (Gutschrift), Typ3 (Abschlagsrechnung), Typ5 (Schlussrechnung), Typ12 (Storno-Rechnung), Typ13 (Teilrechnung) und Typ16 (Anzahlungsrechnung). Diese Vorgaben werden bei jedem Update überschrieben, ändern Sie sie deshalb nicht.

Eigene Texte legen Sie eine Ebene höher im Schlüssel \MODULES\Grundwerte\Projekt\Hinweistexte als Zeichenfolge mit demselben Namen an, zum Beispiel Typ5. Für fremdsprachige Belege hängen Sie das Sprachkürzel an, zum Beispiel Typ5.EN; es gilt für Rechnungen mit dieser Sprache. Die Reihenfolge ist: eigener Text in der Belegsprache, eigener Text, Vorgabe in der Belegsprache, Vorgabe. Ein leerer eigener Text unterdrückt die Vorgabe nicht.

In den Texten können Sie die Platzhalter $$NUMMER$$ und $$DATUM$$ (eigener Beleg) sowie $$BEZUGNR$$ und $$BEZUGDATUM$$ (stornierte Rechnung) verwenden.

Eine Einstellungsseite für diese Texte ist für eine der nächsten Versionen vorgesehen. Bis dahin pflegen Sie die Werte im Registry-Editor (Systemverwaltung, SQL-Registry) oder lassen das vom Support erledigen.

Belegart in der Maske und in den Bändern #

  • In der Rechnungsmaske steht die Belegart fett im Panel „Kennzeichnung" unter dem Datum.
  • Die Kurzinfo-Bänder „Rechnungen" (in Angebot, Auftrag, Lieferschein), „Projekt" (Angebot) und „Projekt und Anzahlungen" (Auftrag, Rechnung) zeigen das Kürzel vor der Belegnummer: RE, AR, SR, TR, AZ, GS, ST sowie AF für angeforderte Aufträge und VK für Vorkasse-Aufträge.
  • Auf dem Ausdruck steht der Name der Belegart als Titel, bei Gutschriften mit Bezug zusätzlich die Zeile „Storno zu Rechnung: Nr. vom Datum" unter dem Belegdatum.

Kundeneigene Formulare (Benutzer-Formulare) kennen Hinweistext, Storno-Zeile und Zahlungsübersicht nicht automatisch. Die Felder TypHinweis, AbschlaegeOffen, ZuZahlen, BezugRechnungNummer und BezugRechnungDatum stehen in der Drucksicht PRINT_Rechnung bereit und lassen sich im Berichts-Designer in eigene Formulare übernehmen; die Zeilen der Zahlungsübersicht liefert die Sicht PRINT_RechnungAbschlaege.