Artikel #
Allgemein #
Die Artikelverwaltung in EULANDA® umfasst ein Lagerwesen, das auf Lagerkonten basiert. Dadurch lassen sich beliebig viele Lagerorte und Lagerplätze verwalten – beides ist optional. In der Stammdatenmaske des Artikels wird der Kontostand des Warenhauptlagers angezeigt. Bestände in weiteren Warenlagern sind über das Infosystem einsehbar, sofern das Mehrlagermodul lizenziert ist.

Artikelmaske
Artikelfelder auf der Karteikarte Allgemein #
Nummer (alphanumerisch, eindeutig, max. 30 Zeichen)
Die Artikelnummer (Nummer) ist alphanumerisch, also eine Kombination aus Ziffern und Buchstaben, und muss eindeutig sein.
Für einen reibungslosen Datenaustausch – etwa mit einem Webshop – sollten ausschließlich Zeichen verwendet werden, die auch in Internet-Dateinamen zulässig sind. Empfohlen sind Buchstaben, Ziffern, Bindestrich (-), Unterstrich (_) und Punkt (.).
Beim Einsatz der Funktion „Artikel kopieren“ wird die Artikelnummer automatisch angepasst, um Eindeutigkeit sicherzustellen. Aus einer Nummer wie KA-21B wird z. B. KA-21B (2) erzeugt.
Matchcode (alphanumerisch, max. 30 Zeichen)
Der Matchcode dient als alternative Suchbezeichnung und kann mehrfach im Artikelstamm vorkommen. Eine eindeutige Vergabe ist nicht erforderlich.
Barcode (alphanumerisch, eindeutig, max. 30 Zeichen)
Das Feld Barcode muss, sofern es verwendet wird, eindeutig sein. In der Regel enthält es eine EAN-Nummer zur eindeutigen Produktidentifikation. Es ist jedoch nicht zwingend, hier eine echte EAN zu verwenden – theoretisch sind beliebige alphanumerische Inhalte möglich.
Beim Einsatz von Barcodescannern – etwa bei der Lagerbuchung oder im Verkauf – werden meist EAN-Codes eingelesen. Daher ist es sinnvoll, auch interne Artikel mit einer EAN zu versehen. Für hausinterne Barcodes empfiehlt es sich, Nummern zu verwenden, die mit 20 beginnen. Diese sind extern nicht gültig und verursachen daher keine Kollisionen.
Über den Berichts-Designer können neben EAN-8 und EAN-13 auch Formate wie EAN-128, Code39, UPC und weitere Barcode-Typen eingesetzt werden.
Sollen im Barcode-Feld auch Buchstaben verwendet werden, ist dies nur mit Code39 oder EAN-128 möglich.
MwSt. Gr.
Die Mehrwertsteuergruppe (MwSt. Gr.) wird nicht direkt im Artikelstamm gepflegt, sondern über den Programmpunkt „Einstellungen“, der über die Schnellstartleiste unter „Zubehör“ erreichbar ist. In der Artikelmaske steht lediglich eine Auswahlliste zur Verfügung.
Beim Fakturieren entscheidet der Auftragstyp darüber, ob eine Mehrwertsteuer berechnet wird. Dabei wird die Landeskennung der Adresse mit einer vordefinierten EU-Länderliste verglichen. Zusätzlich wird geprüft, ob zu dieser Adresse eine gültige USt-IdNr. hinterlegt ist.
Eine Mehrwertsteuer wird berechnet:
- bei Inlandsrechnungen (Adresse in Deutschland)
- bei EU-Adressen ohne USt-IdNr.
In allen anderen Fällen (z. B. bei gültiger USt-IdNr. im EU-Ausland oder bei Drittländern) erfolgt die Lieferung ohne Mehrwertsteuer.
Die Definition der Eurozone bzw. EU-Länderliste kann in den Einstellungen angepasst werden.
EK Netto (numerische Darstellung)
Der Einkaufspreis (EK Netto) kann direkt eingegeben oder aus dem Liste-Netto-Preis und einem Rabatt rechnerisch abgeleitet werden. Er bezieht sich stets auf die angegebene Preiseinheit – in der Regel auf 1 Stück.
Multi (berechnetes Feld)
Der Multi ist ein Multiplikator, der aus dem EK Netto den Liste-Netto-Preis berechnet. Auch dieser Wert wird nicht dauerhaft gespeichert, sondern nur zur Anzeige dynamisch berechnet.
Liste-Netto (numerische Darstellung)
Dieser Preis stellt den Verkaufs-Nettopreis dar – also ohne Steuer – und bezieht sich wie alle Preisfelder auf die eingestellte Preiseinheit. Nach Eingabe des Liste-Netto-Preises wird der Liste-Brutto-Preis automatisch ermittelt, basierend auf der in MwSt. Gr. hinterlegten Steuergruppe.
Wird Liste-Netto als letzter Preis manuell eingegeben, gilt der Artikel als netto-genau. Bei der späteren Fakturierung wird in diesem Fall bevorzugt der Nettopreis zur Berechnung herangezogen.
Rabatt (berechnetes Feld)
Der Rabatt dient der Rückrechnung des Einkaufspreises aus dem Liste-Netto-Preis. Bei einem Liste-Netto-Preis von 50 EUR und einem Rabatt von 25 % ergibt sich ein EK Netto von 37,50 EUR. Der Rabattwert wird nicht gespeichert, sondern bei der Anzeige vom SQL-Server berechnet.
Liste-Brutto (numerische Darstellung)
Der Liste-Brutto-Preis enthält die Mehrwertsteuer und wird automatisch aus dem Liste-Netto-Preis berechnet – oder umgekehrt, je nachdem, welcher der beiden zuletzt geändert wurde. Wird Liste-Brutto zuletzt eingegeben, gilt der Artikel als brutto-genau.
Technisch wird in der Datenbank nur ein einziger Verkaufspreiswert gespeichert (VK), der wahlweise Netto oder Brutto darstellt – je nachdem, welcher Preis vom Benutzer zuletzt bearbeitet wurde.
Dies erlaubt es, gezielt brutto-genaue Preise zu definieren – beispielsweise für den Einsatz in der Kasse. Erkennt die Kasse, dass der Artikel brutto-genau ist, wird der Bruttopreis ohne Umrechnung direkt übernommen. So lassen sich Rundungsdifferenzen vermeiden und exakte Zahlbeträge sicherstellen.
Rabatt-Gr
Die Rabattgruppe (Rabatt-Gr) wird über eine Auswahlbox im Artikelstamm festgelegt. Die verfügbaren Gruppen werden in den Einstellungen definiert und dienen sowohl der Preissteuerung als auch der statistischen Auswertung.
Artikel lassen sich Rabattgruppen zuordnen, Kunden hingegen Kundengruppen. In den Einstellungen können diese Gruppen beliebig miteinander verknüpft werden. Für jede Kombination aus Artikel- und Kundengruppe kann ein spezifischer Rabattsatz hinterlegt werden.
Beim Erfassen eines Auftrags schlägt das System diesen Rabattsatz automatisch als Positionsrabatt vor.
Bestand (berechnetes Feld)
Der Lagerbestand (Bestand) ist ein berechnetes Feld und entspricht dem aktuellen Kontostand des zugeordneten Warenlagers. EULANDA® verwendet eine echte Lagerbuchhaltung – das bedeutet: Jede Lagerbewegung wird als Buchung auf ein Lagerkonto verbucht.
Das Standardlager eines Artikels ist in der Regel das Hauptlager. Alle Zu- und Abgänge werden auf dieses Lagerkonto gebucht. Der daraus resultierende Kontostand bildet den aktuellen Bestand.
Eine direkte Änderung des Feldes ist nicht möglich. Anpassungen erfolgen ausschließlich über Lagerbuchungen – z. B. durch einen Wareneingang im Hauptmenü des Lagerwesens.
Gewicht (numerische Darstellung)
Das Gewicht eines Artikels wird in Kilogramm (kg) erfasst. Durch die Unterstützung von vier Nachkommastellen entspricht die kleinste darstellbare Einheit einem Gramm (0,001 kg).
Das Feld Gewicht wird vor allem für Lieferscheine verwendet. Die Summe aller Gewichte einer Lieferung ergibt ein errechnetes Gesamt- oder Paketgewicht, das für Versandprozesse genutzt werden kann.
Mengen-Eh
Die Mengeneinheit (Mengen-Eh) wird über eine Auswahlbox im Artikelstamm gesetzt. Die verfügbaren Einheiten werden zentral in den Einstellungen gepflegt.
Mengeneinheiten können in Berichten – z. B. Angeboten, Rechnungen oder Lieferscheinen – nach der Menge in den Positionen ausgegeben werden. In den Standard-Berichtsvorlagen sind sie in der Regel nicht enthalten, da beim Datenträgeraustausch (z. B. EDI) die Einheit häufig bereits im Produkttext mitgeführt wird.
Bei der Erstellung einer XRechnung mit dem optionalen Modul Xfacture werden Mengeneinheiten automatisch in genormte Einheiten nach der UN/ECE Recommendation No. 20 (Common Code) umgewandelt. So wird z. B. Stk oder Stück zu C62, kg zu KGM oder m zu MTR.
Wenn im System bereits eine eigene Mengeneinheit mit einem gültigen UN/ECE-Code – z. B. C62 – angelegt wurde, erkennt EULANDA® diese automatisch als konform. In diesem Fall wird die Einheit ohne Umwandlung direkt in die XRechnung übernommen.
Eigene Mengeneinheiten lassen sich bei Bedarf auch in individuelle Berichte integrieren – z. B. über den Berichts-Designer für Angebote oder Rechnungen.
Verpack-Eh (numerische Darstellung)
Die Verpackungseinheit (Verpack-Eh) gibt an, wie viele Einzelartikel eine Verkaufseinheit umfasst. Sie dient ausschließlich zur Information – insbesondere für Logistik und Darstellung in Berichten – und hat keinen Einfluss auf die Preisberechnung. Diese erfolgt ausschließlich auf Basis der Preiseinheit.
Ein typisches Beispiel: Wenn ein Artikel nur kistenweise verkauft wird, kann die Verpack-Eh mit 12 angegeben werden – etwa für eine Kiste mit 12 Flaschen.
Waren-Gr
Die Warengruppe (Waren-Gr) wird über eine Auswahlbox im Artikelstamm festgelegt. Die verfügbaren Gruppen werden zentral in den Einstellungen definiert.
Warengruppen dienen zur thematischen Strukturierung des Artikelstamms – etwa nach Produktbereichen oder Sortimentskategorien – und bilden zugleich eine wichtige Grundlage für statistische Auswertungen und Analysen.
Erlös-Gr
Die Erlösgruppe (Erlös-Gr) wird über eine Auswahlbox im Artikelstamm gesetzt. Die verfügbaren Gruppen werden zentral in den Einstellungen definiert. Sie dienen primär der Anbindung an die Finanzbuchhaltung sowie statistischen Auswertungen.
Das eigentliche Erlöskonto wird nicht im Artikel festgelegt, sondern erst beim Fakturieren automatisch ermittelt. Dabei prüft das System auf Basis der Erlös-Gr, welcher Auftragstyp vorliegt – also ob es sich um eine Inlandsrechnung, eine EU-Auslandsrechnung oder eine Drittlandrechnung handelt. Je nach Typ wird das passende Erlöskonto aus den hinterlegten Konstanten bzw. Einstellungen übernommen.
EULANDA® erkennt den Auftragstyp automatisch anhand der Landeskennung der Adresse. Diese wird mit der in den Einstellungen gepflegten Eurozone abgeglichen, die bei Bedarf angepasst werden kann.
Lagertyp
Jeder Lagertyp entspricht einem festgelegten Wert, der in der Datenbank gespeichert wird und von externen Modulen genutzt werden kann.
| Auswahl | Wert | Beschreibung |
|---|---|---|
| (ungültig) | 16 | Markiert einen ungültigen Lagertyp. |
| Lagertyp A, B, C | 17–19 | Alle diese Typen werden in der Lagerverwaltung grundsätzlich gleich behandelt. Sie werden alle auf dem Standardlager geführt (Konto 1000, falls kein Mehrlager im Einsatz ist). Je nach Einstellung der Lagerführung erlaubt dieses Lager negative Mengen oder nicht. Die Einteilung nach A, B und C kann nach eigenem Ermessen erfolgen – beispielsweise nach der Verfügbarkeit (siehe unten). |
| Lagertyp A | 17 | Artikel vom Lagertyp A sollten immer am Lager sein. Typischerweise wird hier ein Mindestbestand im Artikelstamm hinterlegt. |
| Lagertyp B | 18 | Artikel vom Lagertyp B sind Artikel, die zwar am Lager geführt, aber nur bei Bedarf bestellt werden. Im Gegensatz zu Lagertyp C werden diese Artikel bei Auftragseingang über den aktuellen Bedarf bestellt, sodass nach Erfüllung eines Auftrags Restbestände auf das Lager gehen. |
| Lagertyp C | 19 | Artikel vom Lagertyp C werden individuell zum Auftrag geordert und immer nur in der dafür benötigten Menge. |
| Versandleistung | 20 | Diese Artikel sind nicht am Lager und speziell für Porto- und Frachtkosten reserviert. Sie sind unbegrenzt verfügbar. |
| Inventar | 21 | Artikel mit dieser Kennung werden nicht im Standardlager geführt, sondern im Inventarlager (Konto 500). Der Typ ist für das zukünftige Inventarverwaltungsmodul vorgesehen. |
| Eigenverbrauch | 22 | Mit diesem Typ werden Artikel gekennzeichnet, die nur für den eigenen Verbrauch bestimmt sind und für die keine Lagerführung notwendig ist. |
| Arbeitsleistung | 23 | Keine Lagerartikel und unbegrenzt verfügbar. |
| Büroverbrauch | 24 | Wie Eigenverbrauch. |
| Produktionsartikel | 25 | Dieser Lagertyp kennzeichnet Artikel, die selbst gefertigt werden. Grundsätzlich erfolgt die Lagerführung auf dem Standardlager (Konto 1000), wie bei Lagertyp A. In Zusammenhang mit dem kommenden Fertigungsmodul werden diese Artikel in die Produktionssteuerung aufgenommen. Ohne Fertigungsmodul dient dieser Typ lediglich als weitere Unterteilung der Lagerartikel neben Typ A, B und C. |
| Kommissionsware | 26 | Spezieller Lagertyp im Zusammenhang mit dem Mehrlagermodul. |
| Verleih | 27 | Spezieller Lagertyp im Zusammenhang mit dem Mehrlagermodul. |
| Wertartikel | 28 | Dieser Lagertyp ist für reine Wertgutschriften ohne Lagerbewegung gedacht. |
Bild (binäre Bilddaten)
Jedem Artikel können zwei Bilder zugeordnet werden – in der Regel handelt es sich um dasselbe Motiv in zwei unterschiedlichen Auflösungen. Vorschau und Detailansicht.
Ein Doppelklick auf die Bildfläche öffnet den Bildeditor. Dort können Bilder aus verschiedenen Formaten eingelesen oder direkt eingescannt werden.
Obwohl der Editor zahlreiche Formate unterstützt (z. B. PNG, TIFF, GIF), werden die Bilddaten intern immer als BMP oder JPG in der Datenbank gespeichert. Welches Format verwendet wird, richtet sich nach der Vorgabe in den Einstellungen.
Kurztext1, Kurztext2 (alphanumerisch, max. 60 Zeichen je Zeile)
Der Kurztext wird zweizeilig gespeichert. Jede Zeile kann bis zu 60 Zeichen enthalten.
Wenn der Langtext leer ist und der Cursor per Enter in das Langtextfeld bewegt wird, wird der Kurztext automatisch in den Langtext übernommen.
EULANDA® verwendet den Kurztext standardmäßig für den Datenträgeraustausch. Er kann aber auch in allen Vorgangsberichten – z. B. Angeboten, Lieferscheinen oder Rechnungen – genutzt werden.
Ultrakurztext (alphanumerisch, max. 50 Zeichen)
Der Ultrakurztext ist stets einzeilig und wird speziell im Kassenmodul verwendet.
Langtext (alphanumerisch, max. 2 Millionen Zeichen)
Der Langtext ist der eigentliche Beschreibungstext, der in allen Berichten wie Angeboten, Auftragsbestätigungen oder Rechnungen verwendet wird. Die Speicherung erfolgt dynamisch – es wird nur so viel Speicherplatz belegt, wie tatsächlich benötigt wird.
Zeilenumbrüche mit Enter sollten nur dann gesetzt werden, wenn ein neuer Absatz beabsichtigt ist. Ausdrucke verwenden einen variablen Zeilenumbruch, der die verfügbare Breite automatisch berücksichtigt.
Info (alphanumerisch, max. 2 Millionen Zeichen)
Der Info-Text dient primär internen Hinweisen, kann aber auch als alternativer Beschreibungstext eingesetzt werden. Auch dieses Feld wird dynamisch gespeichert.
Wie beim Langtext sollten Zeilenumbrüche nur zur Trennung von Absätzen verwendet werden. Der Ausdruck erfolgt mit automatischem Zeilenumbruch auf die jeweils verfügbare Textbreite.
Artikelfelder auf der Karteikarte Erweitert #
Die Karteikarte kann über das Menü „Ansicht“, per Tastenkombination Strg+Tab oder durch Klicken auf die Beschriftung „Allgemein“ bzw. „Erweitert“ gewechselt werden.
Alternativ lassen sich die beiden Registerkarten auch direkt über die Kürzel Alt+A (für Allgemein) und Alt+E (für Erweitert) ansteuern.

Erweiterte Karteikarte
Shop Freigabe (Ja, Nein)
Kennzeichnet Artikel, die für die Übertragung an das eCommerce-System freigegeben sind.
Auslaufartikel (Ja, Nein)
Markiert Artikel, die demnächst aus dem Sortiment genommen werden. Diese Kennzeichnung wird ebenfalls an das eCommerce-System übertragen.
Sonderangebot (Ja, Nein)
Kennzeichnet Artikel mit Sonderpreisen. Die Markierung wird für die Darstellung im eCommerce-System verwendet.
Neuer Artikel (Ja, Nein)
Zeigt an, dass es sich um einen neu eingeführten Artikel handelt. Diese Information wird an das eCommerce-System übergeben.
Exportdatum (Datumsfeld)
Das Exportdatum wird automatisch gesetzt, sobald ein Artikel an das eCommerce-System übertragen wurde. Es dient als Vergleichswert, um zu erkennen, ob der Artikel seitdem geändert wurde und bei der nächsten Synchronisation erneut exportiert werden muss.
Soll ein Artikel unabhängig vom Änderungsdatum erneut übertragen werden, kann das Exportdatum manuell auf einen älteren Wert gesetzt werden – z. B. 01.01.1980. In diesem Fall ist das Änderungsdatum garantiert neuer, und der Artikel wird automatisch in die nächste Übertragung aufgenommen.
Sprache (Auswahlfeld)
Über das Feld Sprache wird festgelegt, in welcher Sprache die Artikeltexte verfasst sind. Standardmäßig steht dieses Feld auf Standard, womit die Landessprache der jeweiligen Installation gemeint ist.
Andere Sprachwerte stehen nur zur Verfügung, wenn das optionale Mehrsprachen-Modul aktiviert ist. Mit diesem Modul können einem Artikel Texte in mehreren Sprachen zugeordnet werden.
Fehlt ein Sprachtext, verwendet die Auftragsverwaltung automatisch den Text in der Standardsprache.
Ersatzartikel (alphanumerisch, max. 30 Zeichen)
Das Feld Ersatzartikel verweist auf einen anderen Artikel im Artikelstamm, der in Eigenschaften und Funktion vergleichbar ist. Bei Auslaufartikeln sollte hier idealerweise der Nachfolgeartikel angegeben werden.
Es erfolgt keine Serverprüfung auf das Vorhandensein des angegebenen Artikels. Das Feld ist also optional und rein informativ.
Hersteller-Nummer (alphanumerisch, max. 30 Zeichen)
Die Hersteller-Nummer ist eine vom Hersteller vergebene Produktkennzeichnung und darf nicht mit der Barcode-Nummer verwechselt werden.
Beispiel: Eine Farbpatrone von Hewlett® Packard trägt als Barcode088698707364, als Hersteller-Nummer jedochHP C1823D.
Waren-Nummer (alphanumerisch, max. 20 Zeichen)
Die Waren-Nummer wird ausschließlich im Zusammenhang mit der Intrastat-Meldung benötigt. Sie bezeichnet die vom Statistischen Bundesamt vergebene Warennummer zur statistischen Klassifikation von Produkten im innergemeinschaftlichen Warenverkehr.
Ursprungsland (alphanumerisch, 2 Zeichen)
Das Ursprungsland ist ein Pflichtfeld für die Intrastat-Meldung und bezeichnet das Land, in dem ein Produkt hergestellt oder wesentlich bearbeitet wurde.
Der Eintrag erfolgt als zweistelliger Ländercode nach ISO 3166-1 alpha-2, z. B.:
DEfür DeutschlandITfür ItalienCNfür China
Das Ursprungsland kann vom Versand- oder Lieferland abweichen. Für die Intrastat-Meldung ist ausschließlich der tatsächliche Ursprung maßgeblich.
Region (alphanumerisch, 2 Zeichen)
Die Region wird ebenfalls im Rahmen der Intrastat-Meldung verwendet. Hier wird das Bundesland angegeben, aus dem die Ware versendet oder empfangen wurde.
Die Angabe erfolgt gemäß den statistischen Länderkennziffern (auch „Regionalschlüssel“ genannt). Üblich ist die zweistellige NUTS-1-Codierung für Deutschland, z. B.:
01Schleswig-Holstein05Nordrhein-Westfalen09Bayern
Diese Angabe wird von Eurostat im Rahmen der regionalen Handelsstatistik genutzt. Bei Auslandslieferungen innerhalb der EU kann sie zur Bestimmung von Warenflüssen zwischen Regionen beitragen.
Seriennummernpflichtig (nur lesen; Ja, Nein)
Diese Kennung zeigt an, ob für den Artikel die Seriennummernverwaltung aktiviert ist. Es handelt sich um ein reines Anzeigefeld.
Das Seriennummern-Modul ist optional. Ein Artikel wird seriennummernpflichtig, indem im Extra-Menü des Artikels im Blättermodus der entsprechende Menüpunkt gesetzt wird. EULANDA® legt dabei automatisch alle erforderlichen Lagerkonten an.
Provisionsfähig (Ja, Nein)
Diese Einstellung legt fest, ob der Artikel in der Vertreterabrechnung berücksichtigt werden soll. Sie ist nur relevant, wenn das optionale Vertretermodul verwendet wird.
Standardmäßig wird diese Kennung nicht automatisch ausgewertet. Damit sie wirksam wird, muss der entsprechende Bericht für die Vertreterabrechnung angepasst werden.
Chargenpflichtig (nur lesen; Ja, Nein)
Diese Eigenschaft zeigt an, ob der Artikel chargenpflichtig ist. Auch hierbei handelt es sich um ein Anzeigefeld.
Das Chargen-Modul ist optional. Ein Artikel wird chargenpflichtig, indem im Extra-Menü des Artikels im Blättermodus die entsprechende Funktion aktiviert wird. EULANDA® erstellt dabei alle nötigen Konten zur Chargenverwaltung.
Min (numerisch, Darstellung 18.4)
Der minimale Lagerbestand. Wird dieser unterschritten, kann der Artikel automatisch in die Bestellvorschlagsliste aufgenommen werden.
Max (numerisch, Darstellung 18.4)
Der maximale Lagerbestand. Dieses Feld dient ausschließlich zur Information und hat keinen Einfluss auf die automatische Bestelllogik.
Bestellmng. (numerisch, Darstellung 18.4)
Die empfohlene Bestellmenge, die geordert werden soll, wenn der Lagerbestand unter den Min-Wert fällt. Das System schlägt diesen Wert in der Bestellvorschlagsliste vor, kann jedoch bei Bedarf manuell angepasst werden..
Lagerplatz (alphanumerisch, max. 40 Zeichen)
Der Lagerplatz dient zur genaueren Lokalisierung des Artikels im Hauptwarenlager. Wird das optionale Mehrlagermodul verwendet, kann zu jedem Lagerkonto ein separater Lagerplatz angegeben werden.
Warnung (alphanumerisch, max. 100 Zeichen)
Der hier eingetragene Text wird in der Auftragsverwaltung angezeigt, sobald die betreffende Position ausgewählt wird.
Auf diese Weise können wichtige Hinweise eingeblendet werden – z. B. „Sicherheitshinweis beachten“ oder „Achtung, der Artikel läuft aus“.
Benutzerfelder (diverse)
Benutzerdefinierte Felder können in der Systemverwaltung eingerichtet werden, die über die Schnellstartleiste erreichbar ist.
Nach einem Neustart der Anwendung erscheinen die konfigurierten Benutzerfelder in diesem Bereich der Artikelmaske.
Funktionen #
Allgemeine Funktionen #
Das Suchen, Anfügen und Navigieren von Daten ist im Kapitel zur Bedienung beschrieben. Dort wird auch erläutert, wie Sie über Hyperlinks zu verbundenen Programmmodulen springen können.
Artikel lassen sich über den Navigator löschen – entweder über das Minus-Symbol oder alternativ verstecken, wenn sie nicht vollständig entfernt werden sollen
Lagerbestand #
Der Lagerbestand wird über den Wareneingang gepflegt. Die Anzeige in der Artikelmaske zeigt den aktuellen Kontostand des Warenhauptlagers an.
Das Infosystem #
Das Infosystem ermöglicht es, zu jedem angezeigten Artikel weiterführende Informationen abzurufen. Es kann über das Extra-Menü oder die Tastenkombination Strg+I geöffnet werden.
Die Bedienung des Infosystems ist ebenfalls im Kapitel Bedienung beschrieben.
Folgende Informationen lassen sich dort direkt abrufen:
- alle Kunden, die den Artikel gekauft haben
- alle Lagerbewegungen des Artikels
- alle offenen Aufträge, in denen der Artikel enthalten ist
- statistische Auswertungen zum Artikel

Infosystem in Artikel
Lieferquelle im Infosystem #
Ein Artikel kann mit beliebig vielen Lieferquellen verknüpft sein. Auch die Artikelnummern der Lieferanten sind dabei frei wählbar.
Alle zugehörigen Informationen – z. B. Lieferantennamen, Artikelnummern, Preise, Verpackungseinheiten usw. – können über das Infosystem aufgerufen werden. Der Zugriff erfolgt über Strg+I oder über das Info-Symbol in der Werkzeugleiste.
Die Spalten im Infosystem sind individuell anpassbar: Sie können vergrößert, verschoben, entfernt oder erweitert werden. Die Bedienung entspricht der gewohnten Tabellenanzeige im Browser-Modus.
Wie wird eine Lieferquelle gesetzt?
Lieferquellen können auf zwei Arten zugeordnet werden:
- über Datenimport-Module wie z. B. den Datanorm-Import oder den Excel®-Import
- über die Funktion „Lieferantenzuordnung…“ aus dem optionalen Einkaufsmodul
Wie wird ein Lieferant gespeichert?
Ein Lieferant wird zunächst in der Adressverwaltung als reguläre Adresse angelegt. Im Aktionsmenü dieser Adresse kann dann im Blättermodus die Option „Als Lieferant freischalten“ gewählt werden. Dadurch wird die Adresse als Lieferant gekennzeichnet und steht für Zuweisungen zur Verfügung.
Hinweis für Fortgeschrittene
Die lieferantenspezifischen Daten werden in folgenden Tabellen gespeichert:
KREDITOR– Stammdaten des LieferantenKRARTIKEL– Artikelbezug zum LieferantenKRRg– Einkaufskonditionen (Rabatte, Preise)KRWG– Warengruppen-/Sortimentszuordnung
Eine genaue Beschreibung dieser Tabellen finden Sie im Entwickler-Handbuch.
Allgemeines Infosystem #
Das allgemeine Infosystem zeigt Auswertungen und Übersichten, die sich auf alle Artikel beziehen – unabhängig davon, ob gerade ein Artikel im Blättermodus angezeigt wird.
Es wird über das Extra-Menü oder die Tastenkombination Strg+Umsch+I aufgerufen.

Infosystem - Allgemein
Drucken #
Beim Drucken unterscheidet EULANDA® zwei grundsätzliche Fälle:
- Ausgabe der aktuell geladenen Artikel
- Ausgabe übergreifender Listen und Statistiken
Stammdaten, Etiketten und Preislisten beziehen sich auf die aktuell in der Anzeige geladenen Artikel. Möchten Sie alle Artikel ausdrucken, gehen Sie folgendermaßen vor:
- Stellen Sie die Trefferanzahl auf „alle“.
- Rufen Sie das Feld
Artikelnummerauf und drücken SieEnter, ohne einen Text einzugeben. - Nun werden alle Artikel vom Datenbankserver geladen und können an den Bericht übergeben werden.
Da alle Suchfunktionen – inklusive des Merkmalbaums – zur Verfügung stehen, lassen sich gezielt und effizient die gewünschten Listen einschränken und erzeugen.
Statistiken hingegen werden unabhängig von den aktuell angezeigten Artikeln erzeugt. Hier stehen Ihnen grafische Auswertungen sowie flexible Kreuztabellen zur Verfügung, um übergeordnete Strukturen und Zusammenhänge zu analysieren.

Druck-Auswahl
Ansicht #
Merkmalbaum #
Der Merkmalbaum ermöglicht es, beliebige Merkmale in einer frei definierbaren Hierarchie zu organisieren. So können Artikel beispielsweise nach Produkttyp, Warengruppe oder Anwendungskategorie strukturiert werden.
Die Liste wird über diese Funktion eingeblendet und kann bei Bedarf über das Pin-Symbol in der rechten oberen Ecke dauerhaft in der Maske fixiert werden. Alternativ lässt sich der Merkmalbaum auch durch einen Klick auf das Wort „Artikel“ in der Kopfleiste aktivieren.
Die Bedienung des Merkmalbaums wird ausführlich im Kapitel Bedienung beschrieben.

Merkmalbaum
Kurzinfo #
Die Kurzinfo zeigt zusätzliche Informationen zum aktuell angezeigten Artikel in kompakter, übersichtlicher Form. Sie wird als eigener Ansichtsbereich – ähnlich dem Merkmalbaum – in das Hauptfenster eingeblendet.
Da die Kurzinfo dauerhaft am Bildschirm sichtbar bleibt, empfiehlt sich eine Bildschirmauflösung von mindestens 1920 × 1080 Pixel (Full-HD). Bei niedrigeren Auflösungen – etwa bei halber HDMI-Breite – ist die Darstellung nur eingeschränkt nutzbar.
Das Menü “Aktionen” #

Aktionen
Artikel duplizieren (kopieren) #
Die Funktion „Artikel duplizieren“ kann über das Extra-Menü aufgerufen werden. Voraussetzung ist, dass sich der Vorlageartikel im Blättermodus befindet.
Alternativ steht die Funktion auch über die Tastenkombination Alt+Q zur Verfügung.
Beim Duplizieren wird die Artikelnummer automatisch erweitert: An die bestehende Nummer wird eine fortlaufende Zusatznummer in runden Klammern angehängt.
Beispiel: Aus MK-345G wird MK-345G (2), MK-345G (3) usw.
So lassen sich auf einfache Weise mehrere Kopien eines Artikels erzeugen – etwa für Varianten.
Artikel zusammenführen #
Über die Funktion „Artikel zusammenführen“ im Extra-Menü können mehrere Artikel zu einem einzigen zusammengefasst werden. Dabei werden nicht mehr benötigte Artikel automatisch gelöscht, und alle Verbindungen im System auf einen zentralen Artikel umgelenkt.
Gründe für das Zusammenführen
Artikel löschen #
Wenn ein Artikel nicht mehr benötigt wird, sich aber im System noch in Verwendung befindet (z. B. in Belegen oder Statistiken), kann er nicht einfach gelöscht werden. In diesem Fall ermöglicht die Funktion „Artikel zusammenführen“ dennoch das Entfernen:
- Alle Referenzen auf den zu löschenden Artikel werden auf einen anderen Artikel – z. B. einen Dummy-Artikel wie
DIVERSE– umgeleitet. - Der ursprüngliche Artikel wird anschließend gelöscht, ohne dass Datenintegrität verletzt wird.
Ein solcher Dummy-Artikel kann gezielt für diesen Zweck angelegt werden (z. B. mit Artikelnummer 9999 und Matchcode Diverse).
Artikelstamm vereinheitlichen #
Wenn Artikelstammdaten – etwa über Datanorm oder vom Großhandel – importiert wurden, kann es vorkommen, dass mehrere Datensätze denselben Artikel beschreiben, jedoch mit unterschiedlichen Artikelnummern.
In diesem Fall lassen sich die betroffenen Artikel nach und nach auf einen einzigen, zentral gepflegten Artikel zusammenführen – idealerweise auf den mit dem besten Beschreibungstext oder der vollständigsten Information.
Bei diesem Vorgang werden nicht nur alle Systemverbindungen umgeklemmt, sondern auch die Lieferquellen zusammengeführt. Der verbleibende Artikel enthält anschließend sämtliche Lieferanteninformationen – inklusive der jeweils ursprünglichen Artikelnummern.
Diese Lieferquellen können über das Infosystem eingesehen werden. Pro Lieferant ist dort auch die Original-Artikelnummer ersichtlich, sodass weiterhin Preisaktualisierungen möglich sind. EULANDA® erkennt dabei stets, welcher Artikel der zentrale Referenzartikel ist.
Arbeitsweise und Einschränkungen #
Um zwei Artikel zusammenzuführen, gehen Sie wie folgt vor:
- Wählen Sie im Blättermodus den Artikel aus, der nicht mehr benötigt wird.
- Rufen Sie im Aktionsmenü des Artikels die Funktion „Artikel zusammenführen“ auf.
- In der folgenden Dialogbox wählen Sie den Zielartikel, auf den die Daten und Verbindungen übertragen werden sollen.
Einschränkungen beim Zusammenführen #
Das Zusammenführen ist ein komplexer Vorgang und unterliegt mehreren Bedingungen:
- Der Quellartikel darf keine Stückliste enthalten. Diese muss vorab manuell über die Stücklistenverwaltung gelöscht werden.
- Existieren beim Quellartikel Lieferquellen, wird versucht, diese in den Zielartikel zu übernehmen. Hat der Zielartikel bereits eine Lieferquelle mit demselben Lieferanten, bleibt die bestehende erhalten.
- Wenn beide Artikel seriennummernpflichtig sind, werden die Seriennummern zusammengeführt. Dabei dürfen keine Duplikate entstehen – andernfalls wird der Vorgang mit einer Fehlermeldung abgebrochen.
- Ist nur einer der beiden Artikel seriennummernpflichtig, darf der andere keinen Lagerbestand aufweisen. Es gelten dieselben Regeln wie beim erstmaligen Aktivieren der Seriennummernpflicht.
- Preislisten werden nicht gemischt. Nach dem Zusammenführen bleibt ausschließlich die Preisliste des Zielartikels erhalten.
- Chargenpflichtige Artikel können nicht zusammengeführt werden.
Das Menü “Erweitert” #

Erweitert
Staffelpreise #
EULANDA® ermöglicht es, zu einem Artikel beliebig viele Preise zu hinterlegen. Dies erfolgt über Preislisten, die frei definiert werden können – etwa für bestimmte Kundengruppen, Regionen oder Verkaufskanäle.
Innerhalb jeder Preisliste lassen sich optional Staffelpreise anlegen – also Preise, die abhängig von der abgenommenen Menge variieren.
Der Dialog zur Bearbeitung von Staffelpreisen kann auf zwei Arten geöffnet werden:
- über das Menü „Erweitert“
- oder direkt über die kleine Schaltfläche mit der Bezeichnung „…“ neben dem Preisfeld

Staffelpreise
Stücklisten (optional) #
Die Stücklistenverwaltung (auch „Jumbos“ genannt) ist ein optionales Zusatzmodul in EULANDA®. Damit lassen sich Artikel definieren, die aus mehreren Teilartikeln bestehen. Diese können auch verschachtelt sein – also selbst wiederum Stücklisten enthalten.
Den Menüpunkt zur Stücklistenverwaltung finden Sie im Menü „Erweitert“ der Artikelmaske – vorausgesetzt, das Modul ist lizenziert oder Sie verwenden eine DEMO-Version.
Innerhalb der Stücklistenstruktur können Sie einen Teilartikel oder eine Unterstückliste direkt in die Hauptanzeige laden:
- Klicken Sie das gewünschte Element an
- Betätigen Sie die Schaltfläche „Wechseln zu“
Im Hauptfenster wird daraufhin die Anzeige aktualisiert. Über die blauen Pfeile mit der Bezeichnung „Wechseln zu“ können Sie zwischen den zuletzt angezeigten Artikeln hin- und herspringen. Zurück zur ursprünglichen Hauptstückliste gelangen Sie jederzeit über das Haus-Symbol (Home).

Stückliste zu einem Basisartikel
Beschreibung #
Sie können in EULANDA® beliebig viele Stücklisten anlegen und diese beliebig tief verschachteln.
Um einem Artikel eine Stückliste zuzuweisen, wählen Sie im Menü „Erweitert“ den Punkt Stückliste. Der Artikel muss sich dazu im Blättermodus befinden.
Über die Schaltfläche Hinzufügen lassen sich Teilartikel zur Stückliste hinzufügen:
- Nach dem Klick auf
Hinzufügengeben Sie im unteren Artikelsuchfeld einen Suchbegriff ein. - Durch Bestätigen mit
Enterwird der ausgewählte Artikel mit der Menge1in die Stückliste übernommen. - Möchten Sie die Menge oder Kalkulationsdaten ändern, verwenden Sie die Schaltfläche
Ändern.
Die beiden Registerkarten Untergeordnet und Übergeordnet bieten eine schnelle Navigation:
Untergeordnetzeigt die Bestandteile der aktuellen Stückliste.Übergeordnetzeigt, in welchen anderen Stücklisten der Artikel selbst verwendet wird.
Mit der Schaltfläche Wechseln zu lassen sich Detailinformationen zu den einzelnen Unterartikeln direkt im Hauptfenster anzeigen.
Alle Artikel innerhalb einer Stückliste müssen dieselbe Währung verwenden.
Kalkulation #
Eine Stückliste ist in EULANDA® technisch gesehen ein ganz normaler Artikel im Artikelstamm – mit eigenem EK, VK und Gewicht.
Wird diesem Artikel eine Stückliste zugeordnet, lässt sich das Prinzip am besten mit einem Angebot vergleichen: Der Artikel bildet den Angebotskopf, die Stücklistenpositionen entsprechen den Angebotspositionen.

Auch die Stücklistenpositionen verfügen über eigene Werte für Menge, EK (Basis), VK und Gewicht. Diese können direkt innerhalb der Stückliste auf der Registerkarte Untergeordnete Artikel angepasst werden.
Die Summe dieser Positionswerte wird im oberen Bereich der Maske (Pfeil Nr. 2) dargestellt. Sie ist unabhängig von den jeweiligen Stammdaten der Einzelartikel (Pfeil Nr. 1). Beim Anlegen einer Position werden die Werte zwar aus dem Artikelstamm übernommen, bleiben danach jedoch eigenständig.
Änderungen an den Stammdaten der Teile wirken sich nicht automatisch auf bestehende Stücklisten aus.
Über die kleinen Schaltflächen mit den Symbolen -> lassen sich einzelne Werte gezielt aus dem Artikelstamm aktualisieren. Mit der Schaltfläche Werte aus Stamm können alle Werte gleichzeitig übernommen werden.
Diese Aktualisierung ist auch stapelweise für mehrere Stücklisten möglich – über die Schaltfläche Mehrere Stücklisten berechnen auf der rechten Seite.
Es ist nicht immer gewünscht, dass z. B. der VK oder EK des Hauptartikels automatisch aktualisiert wird – insbesondere, wenn diese manuell kalkuliert wurden.
Über die Kontrollkästchen Automatisch pflegen (Pfeil Nr. 3) kann für die Felder EK, VK, Gewicht und Volumen individuell festgelegt werden, ob sie beim Ändern der Stückliste automatisch im Hauptartikel überschrieben werden sollen.
Die Standard-Einstellungen fürAutomatisch pflegenbei neu angelegten Stücklisten finden Sie unterEinstellungen→Artikel→Stücklisten
Wenn Sie einen Wert (z. B.VK,EK,Gewicht,Volumen) manuell im Artikelstamm festgelegt haben, entfernen Sie unbedingt den Haken beiAutomatisch pflegenfür diesen Wert. Andernfalls wird der Wert bei verschiedenen Vorgängen im Programm automatisch überschrieben.
Mehrere Stücklisten durchrechnen #
Mit dieser Funktion lassen sich mehrere Stücklisten stapelweise aktualisieren. Dabei werden die aktuellen Werte (EK, VK, Gewicht, Volumen) der Stücklistenteile frisch aus dem Artikelstamm in die jeweilige Stückliste übernommen.
Ob diese Werte anschließend auch im Hauptartikel überschrieben werden, hängt von den gesetzten Kontrollkästchen Automatisch pflegen in der jeweiligen Stückliste ab. Siehe dazu den Abschnitt Kalkulation.

Zur Eingrenzung des Vorgangs stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung:
- Über den
Bereichs-Filterkann ein Bereich von Artikelnummern definiert werden. - Alternativ kann ein Merkmal ausgewählt werden, das zuvor im Merkmalbaum vergeben wurde.
Diese Funktion ändert aktiv die Stücklisten. Alle Werte, für die in der Stückliste das Häkchen Automatisch pflegen gesetzt ist, werden dabei neu berechnet.
Baum-Struktur #
Über die Schaltfläche Baum im Stücklistenfenster oder per Tastenkombination Umsch+F9 (aus der Artikelmaske heraus) kann die komplette Stücklistenstruktur inklusive aller Unterstücklisten eingeblendet werden.
Ein Doppelklick auf einen Teilartikel oder eine Unterstückliste öffnet diesen direkt im Hauptfenster.
Mit der *-Taste auf dem Nummernblock lassen sich alle Ebenen der Stückliste auf einmal aufklappen.

Baumstruktur
Stücklisten produzieren #
Stücklisten können entweder produziert oder zerlegt werden.
Geben Sie dazu im Eingabefeld neben der Schaltfläche Produzieren die gewünschte Menge ein:
- Eine positive Menge löst eine Produktion aus.
- Eine negative Menge bewirkt eine Zerlegung der Stückliste in ihre Bestandteile.
Der dabei entstehende Lagerbuchungsvorgang kann im Modul Lagerwesen unter dem Menüpunkt Lager-Buchung nachvollzogen werden.

Stücklisten produzieren
Informationen #
Auf der erweiterten Karteikarte des Artikelstamms ist sofort ersichtlich, ob der aktuelle Artikel
- eine eigene Stückliste besitzt,
- Teil einer anderen Stückliste ist
- oder beides zutrifft.
Diese Anzeige unterstützt die schnelle Orientierung innerhalb verschachtelter Strukturen.

Erweiterte Artikelkarteikarte
Im Suchmodus können gezielt Stücklisten oder Stücklistenteile gefunden werden, indem entsprechende Kontrollkästchen aktiviert werden. Diese werden beim Suchen automatisch als Filter ausgewertet.
Wenn es sich beim angezeigten Artikel um eine Stückliste oder um eine Position innerhalb einer Stückliste handelt, sind die Feldbeschreibungen in der Maske automatisch als Hyperlinks hinterlegt.
Durch einen Klick auf den jeweiligen Hyperlink gelangt man direkt in den zugehörigen Stücklistendialog – entweder zur Bearbeitung der Stückliste oder zur Anzeige ihrer übergeordneten Struktur.
Das Menü “Extras” #

Menü Extras